Wiehler TropfsteinhöhleSchauhöhle in Wiehl Führung reservieren

Wie die Höhle entstand

Ein Riff aus dem Devonmeer, Wasser, das den Kalk löst, und Tropfsteine, die sich Zeit lassen.

Sinterrand mit grünem Moos und filigranen Tropfsteinen
Kaskade aus SinterWiehler Tropfsteinhöhle

Der Weg nach unten

390 Millionen Jahre in einem Schnitt.

Der Kalk, durch den Sie gehen, ist ein altes Riff. Die Höhle darin entstand viel später – und die Tropfsteine wachsen bis heute.

  1. 8 °C

    Ganzjährig kühl

    Das ganze Jahr über sind es in der Höhle rund 8 °C, bei hoher Luftfeuchte. Jacke und feste Schuhe gehören dazu.

  2. 1 cm

    In 100 Jahren

    Seit der Entdeckung 1927 ist ein Tropfstein etwa einen Zentimeter gewachsen. Deshalb bitte nicht berühren: Die Fettschicht der Haut kann das Wachstum an der berührten Stelle stoppen.

  3. 30 m

    Der tiefste Punkt

    Am tiefsten Punkt der Führung stehen Sie 30 Meter unter der Erde, mitten im Devon-Kalk.

Verwitterungslehm Tonschiefer und Sandstein Devon-Massenkalk (Kalksignatur) Führungsweg

Schema: Die Tiefen 0, 7 und 30 m stammen aus der Führung, Schichtdicken und Gangverlauf sind vereinfacht. Geologie nach Geologischem Dienst NRW (Geotop GK-5011-002).

Nahaufnahme von rötlichem Sinter in der Tropfsteinhöhle

Zeitleiste

390 Millionen Jahre, vier Zeitpunkte

  1. 390 Mio. Jahre

    Ein Riff im Devonmeer
    Im Mitteldevon liegt das heutige Bergische Land unter einem warmen Meer. Korallen und andere Kalkbildner bauen ein Riff. Daraus wird Kalkstein – ein isoliertes „Kalksteinnest“ zwischen Sandstein und Tonschiefer.

  2. (Zeitpunkt nicht datiert)

    Später: Wasser löst den Fels
    Regenwasser nimmt auf dem Weg durch Boden und Fels Kohlensäure auf und löst den Kalk in feinen Klüften. Über sehr lange Zeit werden daraus Gänge und Räume. Der Geologische Dienst NRW beschreibt die Höhle als entstanden „durch Lösung devonischer Kalksteine“; wann das in Wiehl geschah, ist nicht datiert.

  3. um 1860

    Der Zufall im Steinbruch
    Bei Sprengungen im Kalksteinbruch am Pfaffenberg öffnen sich Hohlräume. Der Fund findet zunächst kaum Beachtung.

  4. 1927

    Die Schauhöhle öffnet
    Am 4. August 1927 beginnt die erste öffentliche Führung. Seitdem tropft es weiter – ganz in Ruhe.

Quellen: Geologischer Dienst NRW (Geotop GK-5011-002) zu Gestein und Höhlenbildung; chemie.de Lexikon „Tropfstein“ zum Wachstum (etwa 8 bis 15 mm je 100 Jahre, stark schwankend).

Beleuchteter Stalaktitenkranz mit einer Kerze in der Tropfsteinhöhle
  1. Stalaktit

    Hängt von der Decke herab, wie ein Zapfen. Er wächst dort, wo Wasser abtropft.

  2. Stalagmit

    Wächst vom Boden nach oben, dort, wo die Tropfen aufschlagen. Er ist meist dicker und kräftiger als sein Gegenüber.

  3. Säule

    Treffen sich Stalaktit und Stalagmit, wachsen sie zu einer Säule zusammen.

Dichte Stalaktiten über einem Sinterbecken in der Wiehler Tropfsteinhöhle

Läuft das Wasser nicht tropfend, sondern als dünner Film über Wand und Boden, entstehen Sinterfahnen, Vorhänge und stufenförmige Kaskaden. Der Kalk setzt sich hier in dünnen Lagen ab – die weißen und rötlichen Töne der Wände stammen davon.

Sinterwand mit einer Öffnung in der Tropfsteinhöhle Halle unter einer Decke aus Sinter in der Tropfsteinhöhle Durchschlupf in einer Sinterwand der Tropfsteinhöhle Zerklüftete Felswand in der Tropfsteinhöhle
Tropfsteindecke mit Sinterformen in der Höhle

Neuigkeiten und Angebote per Newsletter

Newsletter abonnieren: Neuigkeiten und Veranstaltungen wie Halloween-Abenteuer, Ostern und das Jubiläum 2027 – etwa einmal im Monat.

Das interessiert mich

Sie erhalten zuerst eine Bestätigungs-E-Mail (Double-Opt-in). Abmeldung jederzeit möglich.

Führung morgen ab 10:00 Uhr45 Min. · ab 5,50 €

Reservieren

Winterpause · NewsletterWir sagen Bescheid, wann es weitergeht

Newsletter